5. Kamper Nacht
(ausverkauft)

Eine Donaureise durch die Jahrhunderte
23.07.2011 von 18.00 bis 23.00 Uhr

Nach den großen Erfolgen der Jahre 2003, 2005, 2007 und 2009
wird am 23. Juli 2011 zum fünften Male eine Kamper Nacht
im Terrassengarten am Kloster Kamp die Besucher begeistern.

Beginnen wird die Veranstaltung um 18.00 Uhr
 mit einem Auftritt von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Kamp-Lintfort e.V.
Ab 20.00 Uhr schließt sich dann ein Konzert des Sinfonieorchesters der Neuen Philharmonie Westfalen
unter der Leitung von Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster an.
Das musikalische Programm steht am Abend des 23. Juli unter dem Motto
"Eine Donaureise durch die Jahrhunderte".

Als Höhepunkt der Veranstaltung wird bei dem letzten Stück
synchron zur Musik ein fulminantes Feuerwerk abgebrannt.

Veranstalter : Stadt Kamp-Lintfort, Kulturbüro
- Änderungen und Irrtümer vorbehalten -

 


Ein Rückblick:

Der Zauber von Kloster Kamp (2007)
Ein Bericht von MARJANA KRIZNIK, WAZ/NRZ

Nicht wenige pilgerten mit Kind, Kegel und Kühltasche zum Kloster Kamp.
Inmitten des Kleinods barocker Gartenkunst entstanden private Inseln
für den stilvollen Genuss eines musikalisch-visuellen Feuerwerks - der dritten Kamper Nacht.

Weiße Tischdecken auf Gartentischen, edle Kerzenleuchter, Prosecco oder Chianti,
dazu Antipasti und Brot. Ein perfektes Ambiente für das Konzertprogramm
der "Italienischen Nacht".

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Datenübertragung ca. 30 MB - DSL Flatrate empfohlen
Quelle:
http://www.is-feuerwerk.de

Zur Einstimmung begeisterten Schülerinnen und Schüler der Musikschule Kamp-Lintfort
meisterhaft mit hervorragendem Können. Mit den Worten "Sie gehören zu den 2000 Auserwählten"
leitete der Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt zum weiteren Musikgenuss über.
"Für das wunderschöne Wetter können Sie sich morgen
in der Klosterkapelle bedanken", der erste Mann der Stadt scherzend.
Nach dem Dank an Lintforter Unternehmen - das Topevent trägt sich
aus Eintrittsgeldern und Sponsoring - gehörte die 10 mal 12 Meter große Bühne,
die den Kreis um den mittleren Brunnen im unteren Bereich des Terrassengartens schloss,
einem der größten Klangkörper der Republik. Die Musiker der Recklinghauser
Neuen Philharmonie Westfalen musizierten bereits mit Superstar Anna Netrebko.
Für den Neuen der Spielzeit, Generalmusikdirektor, Mathias Förster war es
eine Premiere mit seinem neuen Orchester. Mit Witz und Humor führte der
Mecklenburger, der mit 23 bereits Chefdirigent des Brandenburger Theaters war,
durchs Programm. Ihm als bekennenden Opernfan zum Dank, gab es,
auch für Klassiklaien ansprechende Highlights italienischer Oper. Aber auch
ungewohnte Stücke und weniger Bekanntes wurden ausgegraben und neu interpretiert.

Den Auftakt machten die Klänge zu Verdis Gefangenenchor aus der
Ouvertüre des Nabucco. Es folgte eine Arie aus der weltweit meist gespielten Oper.
La Boheme, ein Meisterwerk des jungen Puccini. Gesungen von der armenischen
Sopranistin Hrachuhi Bassenz, die die "Mimi" am Gelsenkirchener Musiktheater interpretiert.
Ein sicher und gefühlsintensiv geführter Sopran mit Schmelz. Mit dem wunderbaren Tenor
Felipe Rojas Velozo stand ein weiterer hoffnungsvoller Jungstar auf der Kamper Bühne.

Große Leidenschaft und Hingabe beim anschließenden Duett. Vor der Pause dann noch mal
viel Gefühl und dramatisch Lautes bei den "Variazioni une larme" des
chineschen Wahl-Amsterdamer Trey Lee. Vor der Pause "ein brutales Stück mit
vielen hundert Toten", so Förster, das selten gespielte Verdi'sche "I vespri siciliani".
Es täte ihm leid, dass er stören müsse, wandte sich Förster nach der Pause
ans klönende Publikum. Ein "Ausrutscher" im Opern-Programm, das Violoncello-Konzert,
2. Satz, von Dvorak. Lee fing als Unternehmensberater an, so Förster anekdotenhaft.
"Damit sie beim Kaffeekränzchen was zu berichten haben", so der Kapellmeister schmunzelnd.

Schunkellaune beim folgenden Stimmungsheber. Vorweg ein kleines Quiz für die
"über dreißigjährigen Anwesenden" vor der 70er-Version Tschaikowskis "Capriccio Italien".
Ein hundertfaches "Bianca" im Chor. "Tschaikowsky hörte den Ohrwurm 1973, komponierte
seine Version und wurde weltberühmt", so der Kapellchef mit Comedy-Ader. Stehende Ovationen
nach brillantem Spiel. Zu den Klängen der Tempelszene von Verdis Aida war es dann soweit.
Das musiksynchrone Feuerwerksspektakel explodierte kosmisch schön über den Kamper Terrassen.
Nach Vorbild der Benrathschen Schlossfeste, aber ebenbürtig tauchte Kamp in sphärische Lichter.

Leuchtkugelsäulenfächer, Sonnenräder, Wasserfälle und Multiflash-Illuminaton. Nicht von dieser Welt...
"Wie drei Wochen Urlaub", eine Besucherin begeistert

 

Kamper Nacht - Musiksynchrones Feuerwerk im Terrassengarten am Kloster Kamp am 08.07.2005

 

Stand: Februar 2011